Freitag, 22. Juli 2016

Algarve.


















Ein Traum aus Weiß, Grün und Blau. Kein Südseeparadies, das für tausende von Euro über mehrere Flugstunden erreicht werden muss. Nein, das Paradies liegt in Portugal, quasi um die Ecke, für 50 € mit Ryanair hin und zurück erreichbar. Durch ein paar Trekking-Märsche durch atemberaubende Klippen gelangt man zu den schönsten und geheimsten Stränden überhaupt. Einige bleiben dem Touristen ohne Boot aber leider immer noch ganz versperrt. Dafür winken überall schillernde Muscheln, das Sammlerherz kann sich bunt austoben. Und das Fotografenherz ebenso. Die Landschaft erscheint wie aus dem Bilderbuch, die kühnsten Träume und Stereotypen aus der Mittelmeerregion werden hier wahr. Häuser erstrahlen in hellstem Weiß, das Meer wechselt von Grün in Azurblau, das Wasser ist glasklar und kalt. Am Strand ragen mächtige Felsen aus dem Sand, umgeben von nur wenigen Menschen. Die Touristen-Hochphase kann Anfang Mai noch vermieden werden, im Sommer tummeln sich hier allerdings Menschenmassen bei über 40 Grad. Boottouren, Stehpaddel-Stunden oder Kanufahrten, hier ist stets viel geboten, langweilig wird so schnell niemandem. Das Essen ist gut, der Fisch fangfrisch, aber das hat zugegebenermaßen auch seinen Preis. Die Cocktails sind süß und verschaffen Abkühlung, Menschen aus der ganzen Welt erzählen sich in kleinen Bars ihre Geschichten. Und das alles mit dem unbekümmerten Lächeln, zu dem diese faszinierende Natur den Betrachter zwingt. Die Algarve-Küste - die Karibik Europas.

Montag, 20. Juni 2016

República Portuguesa


















Porto und Lissabon. Kleine Ausschnitte. Dennoch reicht es schon, um zu träumen.
In Portugal konnte ich meiner Sucht nach Bildern von Fassaden und Menschen, die
nicht wissen, dass sie fotografiert werden, ungehemmt frönen. Das Ergebnis liebe ich! 

Freitag, 17. Juni 2016

Art reflects the mind.




There is a hell - believe me, I've seen it.
There is a heaven, let's keep it a secret.
No one has to know.





Ich habe so viel Lust auf schwarz. Schwarze Kleidung, schwarze Möbel, schwarze Wände, schwarzes Eis, schwarze Träume, schwarze Welt, schwarze Seele. Ab und an scheint ein Schimmer Violett durch, ein dunkles, sattes Violett. Ich hab' mal gehört, dass diese Farbe Mystik symbolisieren soll - und mystisch will ich sein. Das war's dann aber auch schon. Mein Farbspektrum ist erschöpft. Ich denke gerne an die raue Schönheit des Nordens, kalte Fjorde, nackter Stein, der sich zu Klippen türmt, trockene Gräser, die langsam sterben, Menschenleere, Freiheit. Mein Kopf schmerzt, er pocht rechts vorne. Ich glaub, das ist das Fernweh. Und das ganze Schwarz in mir.  

Montag, 6. Juni 2016

I sold myself too cheap.



Feel me in the saturation when the sun burns out.
'Cause I am the one inside you. And I am the one
inside your veins. 'Cause I am the one inside you.
Over and over I'm here again.



Berufliche Triplebelastung, zwei Prüfungen, eine Masterarbeit, vier große freiberufliche Projekte. Am Anfang des Monats schon kein Geld mehr auf dem Konto. Trotz der vielen Arbeit. Aber wenigstens der Lebenslauf sieht gut aus. Und das Abschlusszeugnis. Irgendwie hab' ich mich trotz Nachhilfe, Grafiker-Kram, Autorendasein und Freizeitabstinenz auf Bestnote gehievt. Ich muss wirklich gut sein. Oder einfach nur abgebrüht. Ich denke eher letzteres. 
Jedenfalls dachte ich mir jetzt so: yolo. Scheiß drauf. Kein Geld mehr? Dann leb' ich halt ohne. 
Dann kann ich auch mal 'ne Arbeitspause einlegen. 
Dann kann ich vielleicht mal wieder Destiny zocken. 
Dann kann ich an meinem Buch weiterschreiben. 
Dann kann ich bis um 11 im Bett liegen bleiben. 
Dann kann ich abends endlich mal wieder an meinem MacBook sitzen, ohne permanent in InDesign oder Illustrator rumzudoktern. 
Dann kann ich mir endlich mal wieder die Fingernägel lackieren. 
Dann kann ich endlich wieder so'n richtig geiles Thai-Curry kochen. 
Dann kann ich meine Regale ausmisten. Und meinen Keller. Und meinen Dachboden. Und mein Leben. Ich bin mir mehr Wert, als die paar Kröten. Ich hab' einfach keine Lust mehr, mich aufbrauchen zu lassen. Ich will keine Energie mehr für bedeutungslose Freundschaften, gezwungenes Networking, unnötige Konversationen oder nichtsnutzige Jobs aufbringen. Ich lebe lieber 'n bisschen mehr.